Mach langsam

„Ich mach noch eben schnell die Wäsche. Ich muss noch eben schnell das hier zu Ende bringen. Ich geh noch eben schnell einkaufen.“

Hört man in der heutigen Zeit überhaupt noch ein – liebevolles – „Mach langsam!“? Wo alles immer schneller gehen muss? Wo wir dranbleiben müssen, alles erledigt haben müssen, alles erlebt haben müssen, dabei sein müssen … schnell noch dies und schnell noch das …

Wir lassen uns anstecken. Wir machen mit. Wir haben keine Zeit.

Und wofür haben wir keine Zeit? Für uns selbst? Für geruhsame Stunden oder wenigsten Minuten? Für Kontemplatives? Für den Partner, die Partnerin? Für die Kinder? Für langsames Kochen und genussvolles Essen? Für lange Spaziergänge? Für ausgiebige Gespräche? Fürs Genießen?

Wie fühlt sich das an, wenn ich diese Dinge so aufzähle? Wie „Ach, das wär schön!“ oder eher wie „Was soll das, dafür hab ich keine Zeit!“

Kann es nicht auch sehr erschöpfen, immer auf Zack sein zu müssen, immer am Start, immer verfügbar?

Wessen Erwartungen werden da zu erfüllen versucht? Sind das wirklich meine? Und was würde wohl passieren, wenn ich sie mal nicht erfülle?

Wie wäre es, wenn wir uns in der aktuellen Zeit, die ja vielleicht vor Weihnachten noch hektischer werden könnte, Zeitinseln herausschälen, die wir nur für uns beanspruchen. Einen Anspruch auf me-time geltend machen. Einmal innehalten und mal spüren, was ich denn gerade brauche: ein paar Minuten Ruhe, einen Zuhörer/eine Zuhörerin, ein Bad, ein paar Seiten lesen? Was ist es, was Sie entspannen, herunterkommen lässt? Vielleicht nur für den aktuellen Moment? Wo Sie danach wieder auftauchen und dann gestärkt weitermachen können?

Wie wäre es, wenn wir uns vornähmen, nicht alles zu schaffen? Ich habe eine tägliche Aufgabenliste. Und ich nehme mir jeden Tag vor, nicht alles zu schaffen zu wollen. Dann habe ich (meistens 😊) am Ende des Tages kein schlechtes Gewissen und sogar ein gutes Gefühl für mich da gewesen zu sein. Und wenn das nicht geht? Und wenn Sie das doof oder albern finden? Na, dann ist das auch okay. Wie könnten Sie sich liebevoll daran erinnern, dass wir Menschen nicht perfekt sind – und es auch nie werden?

Gern kann man mit mir auch darüber diskutieren oder die Meinung mitteilen. Ich freue mich, wenn die Kommentarfunktion genutzt wird.

Eine kostenlose Coaching-Stunde zu diesem Thema (oder irgendeinem anderen) biete ich, wie immer, gern an. 😊

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